5 Dinge, die das Malen erleichtern – oder auch nicht

Aquarell Hilfsmittel Test

Manchmal sieht man Sachen in Videos oder Blogposts und denkt: „Cool, sieht interessant aus. Sollte man mal ausprobieren.“ Tut es dann aber doch nicht. Weil … nun ja, es geht ja auch ohne. Aber hin und wieder lohnt sich die Investition wirklich. Und damit meine ich nicht mal teure Dinge. Auch anscheinend unspektakuläre Kleinigkeiten können einem das Malen erleichtern oder bereichern. Selbstverständlich kann auch das Gegenteil passieren. Man probiert etwas voller Vorfreude aus, um dann ernüchtert festzustellen: „Das war wohl nix!“

Ich habe für dich fünf Dinge zusammengetragen, die ich im letzten Jahr ausprobiert habe. Ob sie für mich funktioniert haben oder nicht, verrate ich dir jetzt:

5 Dinge, die ich 2022 ausprobiert habe

Silikonpinsel

Gib es zu, auch du hast dir schon mit Rubbelkrepp bzw. Masking Fluid ein paar Pinsel versaut. Stimmt’s? Es gibt zwar Wege, um dem vorzubeugen (Link), aber ganz vermeiden lässt es sich nicht.

Ein Trick, den ich bei anderen Aquarellmaler*innen schon mehrmals gesehen habe ist, dass man Rubbelkrepp mithilfe eines Silikonpinsels auftragen kann. Das hat mich lange Zeit nicht überzeugt. Ich hielt ihn für zu hart und zu unpräzise. Bis ich dann doch einen solchen ausprobiert habe. Zu hart? Ganz und gar nicht! Dafür weich und elastisch. Zu unpräzise? Nein. Ich kann damit sogar feine Zweige malen.
Aber der eigentliche Vorteil gegenüber Pinseln ist, dass man ihn easy-peasy säubern kann und nichts verklebt oder kaputtgeht. Und da es Silikonpinsel in unterschiedlichen Größen und Formen gibt, findet jede*r den passenden für sich.

Kleiner Wermutstropfen: solch ein Silikonpinsel eignet sich nicht für größere Flächen. Da muss dann doch wieder ein Borstenpinsel herhalten.

Fazit: Sehr praktisch!

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Sprühflasche

Eine kleine Flasche mit klarem Wasser zum Anfeuchten der Aquarellfarbe habe ich schon länger. Das ist einfach praktisch, um die Farben feucht zu halten. Aber dass man mit gesprühtem Wasser auch das ganze Bild davor schützen kann, vorschnell zu trocknen, daran habe ich überhaupt nicht gedacht.

Oft ist es ja so, dass man nass-in-nass malen möchte. Ist man zu langsam (oder es zu warm), dann passiert es schnell, dass Stellen des Bildes schon zu trocken sind und die Farben nicht mehr verlaufen. Ärgerlich! Dabei ist es so einfach: Du musst nur vorsichtig ein bisschen Wasser auf den Bereich, der feucht bleiben soll, sprühen. Wichtig dabei ist nur, dass du die Flasche nicht zu nah ans Papier hältst und du eine Sprühflasche hast, die wirklich fein sprüht (also lieber keinen Blumensprüher nutzen).

Fazit: So simple, so hilfreich!

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Bild Aquarellfarben Wasserflasche

Synthetischer Aquarellpinsel

Wenn schon meine Aquarellfarben nicht vegan sind (Stichwort: Ochsengalle), so achte ich wenigstens darauf, nur Pinsel mit Synthetikhaar zu nutzen. Damit bin ich auch immer gut gefahren, denn es gibt genug Alternativen zu Rotmarder, Eichhörnchen etc.

Jetzt habe ich eine weitere entdeckt: einen dicken Rundpinsel mit synthetischem Eichhörnchenhaar von Winsor & Newton. Ja wirklich! Klingt seltsam, aber ich bin begeistert. Denn nun habe ich einen Pinsel mit den Vorteilen eines Echt-Haar-Pinsels (elastisches Haar, sehr hohe Farbaufnahmefähigkeit), kann mich aber darauf verlassen, dass nichts von einem Tier drinsteckt.

Fazit: Praktisch und optisch schön.

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Pinsel synthetisch Aquarell malen erleichtern

Lift Off Medium

Im letzten Jahr habe ich die Plattform Domestika entdeckt. In einem der Kurse dort hat die Künstlerin Katarzyna Kmiecik mithilfe von ganz viel Talent und einem Malmedium unfassbar schöne Waldszenen kreiert. Das wollte ich natürlich auch und habe mir dieses Mittel – AQUA Lift-off-Medium – zugelegt.
Es wird mit einem breiten Pinsel auf das Papier aufgetragen und sorgt dafür, dass die Aquarellfarben nicht ins Papier eindringen können. So kann man sie bei Bedarf mit Wasser wieder anlösen und anschließend bearbeiten oder entfernen.

Das klingt sehr praktisch. Aber ich musste feststellen, dass es für mich leider nicht geeignet ist. Zum einen empfinde ich es als schwierig, weil ich keinen wirklichen Einfluss darauf habe, wie viel Farbe ich ablösen möchte – alles oder nichts. Zum anderen stört mich, dass sich das Malmittel wie ein Film über das ganze Papier legt, was zu einem leichten lackartigen Glanz und zu weniger Textur führt.
Möglicherweise sollte ich einfach mehr üben, um den Effekt besser nutzen zu können. Aber da ich keinen Mehrwert für mich erkennen konnte, habe ich zu schnell das Interesse daran verloren.

Fazit: Interessant, aber eher nichts für mich (aber vielleicht kommst du ja besser damit klar)

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Aquarell Lift Off Medium

Sensitives Malerkrepp

Den Tipp für dieses Kreppband habe ich von einer netten Followerin bei Instagram (du findest mich übrigens hier) erhalten, nachdem ich mal wieder ein Bild versaut hatte. Meist kann ich das Masking Tape dank des Föhn-Tricks (Link) ohne Probleme lösen. Manchmal jedoch geht es nach wie vor in die Hose und ich beschädige die Oberfläche meines Bildes.

Dieses Tape aber mit dem sperrigen Namen Präzisionskrepp® Sensitive ist – ohne zu übertreiben – ein Game Changer. Es lässt sich nach dem Malen so mühelos leicht und spurlos ablösen, dass ich mich frage, warum ich mich so lange mit anderen Tapes rumgeärgert habe.
Bonus: Wenn man möchte und es nicht zu schmutzig gemacht hat, kann man es sogar mehrfach verwenden.

Fazit: Nie wieder ohne!

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Malerkrepp Tape Malen

War für dich etwas Neues dabei, das du jetzt gerne ausprobieren möchtest? Oder hast du selbst etwas entdeckt, auf das du beim Malen nicht mehr verzichten kannst? Schreib es mir in die Kommentare!

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