Ein Blick auf meine Künstlermaterialien | Teil 1: Farbstifte

Womit male ich? Teil 1: Farbstifte
Material

Seitdem ich mich vor gut einem Jahr bei Instagram angemeldet habe und dort regelmäßig meine Zeichnungen und Bilder teile bzw. kleine Videos von ihrer Entstehung, bekomme ich ziemlich oft die folgende Frage zu hören: „Womit malst Du eigentlich Deine Bilder?“ Das kommt natürlich immer darauf an. Manchmal male ich mit Farbstiften, oft mit Aquarell- oder Acrylfarben und hin und wieder auch nur mit Pigmentlinern.

Um eure Frage einmal ausführlich zu beantworten und weil es mich selbst auch bei anderen immer interessiert, stelle ich euch vor, was für Künstlermaterialien jeden Tag auf meinem Tisch liegen und zum Einsatz kommen.

Seit einiger Zeit habe ich meine Freude an Farbstiften wiederentdeckt. Daher beginne ich heute meine Vorstellung einfach mal mit diesen.

Teil 1: Meine Farbstifte

 

Buntstifte

1. Farbstifte

Die wunderbaren Polychromos Buntstifte von Faber Castell (hier) nutze ich nicht nur zum Ausmalen, sondern ebenfalls zum Vorzeichnen und hinzufügen von Mustern und Details. Sie sind nicht gerade günstig, aber für mich persönlich die besten Farbstifte und daher jeden Cent wert: Satte Farben, weich im Abrieb und lichtbeständig.

Zum Verblenden der Farben (gleichmäßiges Verteilen der Farbpigmente) nutze ich meist einen weißen Farbstift. Das hellt die Farben zwar leicht auf, wirkt aber gleichmäßiger und deckender.

Buntstifte verblenden

2. Weiße Acryltusche und Feder

Mein Tüpfelchen auf dem ‚i‘ ist diese Tusche von Daler Rowney (hier). Sie ist gut deckend und ich zeichne damit zum Schluss gerne Lichtreflexe oder mit Hilfe einer Feder zarte Muster in Kleidung oder Details auf Blumen.

3. Papier

Zur Zeit zeichne ich oft in einen Mixed Media Block von Canson (hier). Das funktioniert ganz gut, denn das feste Papier eignet sich zugleich auch noch für Wasserfarben.
Noch mehr gefällt mir allerdings der schlichte Mal- und Zeichenblock von idee (hier). Auch hier ist das Papier ziemlich fest, aber zudem noch schneeweiß und glatt. Die Farbe der Stifte lässt sich gut auftragen, aber es gibt keine störenden Vertiefungen, was sonst zu einem optisch unsauberen Farbauftrag führen kann.

4. Bleistift, Spitzer, Radiergummi

Zum Vorzeichnen nehme ich im Grunde jeden Bleistift, wenn er nur weich ist. So kann man ganz locker skizzieren und falsche Linien lassen sich leichter wieder entfernen. Mein Favorit für kleine Zeichnungen und feine Details ohne spitzen zu müssen: der Mars Micro Druckbleistift von Staedtler (hier).
Beim Spitzen der Farbstifte sollte man wirklich keine Kompromisse eingehen. Statt zum lustigen, bunten Spitzer sollte man lieber zu einem optisch langweiligen greifen, der dafür aber ein gescheites Messer drin hat (hier). Das sieht man spätestens dann ein, wenn beim Spitzen ständig die Mine bricht und der teure Stift ratzfatz auch ohne zu Malen immer kleiner wird.

Das war auch schon der erste Blick auf meine Künstlermaterialien. Ich hoffe, Ihr seid nicht enttäuscht, dass ich nichts spektakuläres zu bieten hatte. Aber ich glaube, zum Malen braucht man weder sehr viel noch super teure Materialien.

Und Ihr? Was sind Eure Lieblingsfarbstifte?
Habt Ihr noch Fragen? Oder Anregungen für mich? Dann mal her damit! Ich freu mich darüber.

Mehr Tipps und Tests zum Thema Künstlermaterialien:

Link Acrylfarben Link Ecoline Link Wasserfarben

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Veröffentlicht von Doro Kaiser

- Grafik & Illustration - Illustration von fröhlichen Kinderbildern, Textil Designs, Stickbildern und mehr...

8 Kommentare

  1. Ich liebe die Polychromos auch und war gerade gestern mal wieder auf der Suche nach einem gescheiten Anspitzer – wichtig ist dabei wie bei dem von Faber Castell, dass das Gehäuse auch aus Metall ist und nicht nur die Klinge. Das mit der Tusche muss ich aber mal ausprobieren – ich bin so ein Kleckerer und hab es nicht so mit Tintenfässchen, deshalb habe ich noch die weißen Gelroller.
    Liebe Grüße

    • Ja, da hast du recht. Ein Spitzer innen und außen aus Metall! Die weißen Gelroller finde ich praktisch. Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie so schnell verkleben, wenn man ein paar mal auf Buntstift gezeichnet hat. Und das nervt mich dann gewaltig.
      Liebste Grüße, Doro.

  2. Oh ich liebe Artsupplies ~ schöne Reihe 😀
    Buntstifte selbst habe ich auch sehr gerne, auch wenn ich jetzt hauptsächlich mit Aquarell male. Meist nutze ich die Buntstifte dann für den „letzten Schliff“ oder etwas Textur 🙂
    Ich nutze die Polycolors von Koh-I-Noor, dem österreichischen Konkurenten. Sie sind um einiges günstiger und leider nur bis 72 Farben erhältlich, allerdings wirklich empfehlenswert! Ohne jetzt böse Werbung machen zu wollen, hier habe ich darüber geschrieben: http://inkredible.us/2014/09/12/koh-i-noor-kuenstlerstifte/ 😉
    Und einen entscheidenden Vorteil für mich habe ich auch noch entdeckt, sie sind gekantet und nicht rund so wie die von Farber! Liegt besser in der Hand. Wie gehts dir damit?

    Wenn ich damit male, nutze ich das „Canson dessin blanc“ Mixed Media Papier für. Für Aquarell nicht wirklich geeignet, aber dafür super für Buntstifte. Wobei die Buntstifte auf Hot-Pressed-Paper auch gut funktionieren, und super schön aussehen.
    Okay, ich könnte noch Stunden so weitermachen (sorry :“D)

    LG

    Mia, die sich schon auf den nächsten Eintrag der Reihe freut!

  3. Hihi, ich merke schon, mit dir kann man stundenlang über Künstlermaterialien reden. 🙂 Und danke für Deinen Link! (das ist keine böse Werbung, sondern eine Bereicherung)
    Ob die Stifte eeckig oder rund sind, ist mir, glaube ich egal. Koh-I-Noor kenne ich noch aus der Kindheit. Sind die nicht eher aus Tschechien?
    Liebe Grüße, Doro.

    • Schön, das freut mich 😀 … ich möchte in Zukunft öfters über Artsupplies schreiben, vielleicht magst du ab und an mal vorbeischauen? 😉

      Soweit ich weis kommt die Marke aus Österreich, hat aber ihre Produktion in Tschechien?? Oder hat mal komplett umgelagert… irgendwie so. Jedenfalls wird die Firma im Allgemeinen gern übersehen, was schade ist.
      Interessant ist aber, dass du schon die zweite bist, die mir sagt, dass sie die Stifte aus ihrer Kindheit kennt.

      • 🙂 Ich glaube, diese Marke ist osteuropäisch und wurde deshalb im Osten Deutschlands akzeptiert.
        Und ja, ich werde sehr gerne bei Dir vorbeischauen!!

        Liebe Grüße, Doro.

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  5. Pingback: Ein Blick auf meine Künstlermaterialien | Teil 3: Acrylfarben -

Vielen Dank für eure lieben Worte!

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